24.03.10 - Der Frühling erwacht…

…und damit wurde es auch Zeit meinen Schirm nach vielen Winterflügen wieder mal richtig zu trocknen. So entschloss ich mich Mittwoch 24.3.10 einen Ausflug an die Obere Wengi zu machen, nachdem schon am Vortag einige schöne Strecken im Jura geflogen wurden. Am Startplatz war dann erst mal etwas Parawaiting angesagt, es ist halt erst März… Um halb eins entschloss ich mich dann zum Start nachdem vorher schon der einte oder andere Pilot etwas Höhe machen konnte. Startschlauch östlich der Wengi gut erwischt und erstmal höhe getankt, TMA natürlich aktiv. Richtung Westen machte sich bereits ein kleiner Pulk auf Strecke, welchem ich nun hinterher jagte. Am Sonnenberg dann erstmal alle einen Saufer kassiert und irgendwie standen die Schläuche nicht dort wo sie sollten oder besser gesagt überhaupt nirgends. Der ganze Pulk parkierte sich nun im Bereich des Sonnenberges und keiner wagte irgendwie den nächsten Schritt zu machen. Mit vollem Vertrauen, dass die Thermik nur besser werden konnte flog ich als erster Richtung Brandberg. Von wegen Thermik, nur ein bisschen Geblubber empfing mich und ich verlor Meter um Meter. Auch das anfängliche mir selber zureden "es ist erst vorbei wenn du am Boden stehst" verstummte langsam und ich fand mich rund 50-100m über dem Landeplatz des Brandberges am "last-hope-Hügel" wieder. Und tatsächlich sah ich etwas vor mir an einer Stelle wo eigentlich überhaupt nie was thermisch geht zwei Vögel kreisen. Ein angenehmes steigen stellte sich ein und nach den ersten 2-3 Kreisen wusste ich, es geht weiter. Nun folgte auch der Rest des Pulkes Richtung Brandberg aber auf die mochte ich nun nicht mehr warten und zog alleine Richtung Welschenrohr los. Die Thermik war nun wirklich alles andere als zuverlässig und ich kam mir wie ein "Tannenzapfenpflücker" vor. Irgendwie ging es dann doch und ich war über der Wallenmatt. Etwas Ratlos was ich machen sollte verplämperte ich meine Höhe so dass ich erst wieder mal etwas soaren musste. Richtung Westen zu viele Zirren, damit war die Chasseralroute gestorben, Richtung Frankreich sahs nicht schlecht aus, hatte aber irgenwie keine Lust auf einen One-Way. Also kehrt gemacht und wieder Richtung Matzendorf. Die Thermik wurde zuverlässiger und der Rückweg gestaltete sich als recht angenehm. Im Osten weitete ich noch etwas Richtung Mümliswil aus und damit es auch ein schönes Dreieck gab noch an die Schwengimatt. Der erhoffte lange Streckenflug blib zwar aus aber mit 35km Dreieck doch immerhin ein schöner Saisonstart.