02.10.11 - Jungfraujoch - wow was für ein Flug




Nach ein paar Telefonaten am Samstagabend ist bald klar dass am Sonntag ein spezielles Flugerlebnis ansteht. Peter De M. ruft zu einem Flug vom Jungfraujoch auf! Pünktlich um 08:00 Uhr zwängen sich Daniel, Markus, Bernhard, und ich in Peter's Auto und zu fünft geht es ab in Richtung Grindelwald. Bereits um 12:00 Uhr sind wir am Ziel, dem Top of Europe auf 3454 m. Wir haben also noch alle Zeit die imposante Anlage zu erkunden. Der Lift bringt uns in wenigen Sekunden auf die Aussichtsplattform der Sphinx auf 3571 m. Eine traumhafte Aussicht in alle Himmelsrichtungen erwatet uns und noch zig hundert andere Gäste aus der ganzen Welt.
Ein schöner Wind weht uns von Nordwest entgegen, also wie versprochen ideale Verhältnisse! Bereits sehen wir die ersten Gleitschirme abheben und in Richtung Grindelwald davon schweben. Ein Besuch der Eisgrotte muss noch sein und danach will der Hunger auch noch gestillt werden. Kurz nach 14:00 Uhr machen wir uns auf zum Startplatz. Doch wo ist auch der schöne Aufwind geblieben? Plötzlich hängt die Fahne nur noch schlaff am Mast! Der Wind wird schon wieder auffrischen machen wir uns gegenseitig Mut. Peter und ich sind als erste startklar. Bei der ersten Brise Gegenwind versucht Peter in die Luft zu kommen. Aber auf dieser Höhe und im Schnee bringen die ganzen Sprinterqualitäten von Peter nichts. Startabbruch! Und das lange warten beginnt. Mittlerweile säumen ganze Kolonien von Japanern das Startgelände und jolen uns bei jeder Bewegung zu. Endlich erwacht der Wind wieder (geschätzte 5 km/h) und Peter macht unter tosendem Applaus der Japaner einen zweiten und erfolgreichen Versuch. Dass Peter wegkommt, ermutigt auch mich (Fredi) bei der nächsten Brise einen Versuch zu wagen. Unter den Zurufen seggle, seggle, seggle…., hebe auch ich vom Gletscher ab. Markus, Daniel und Bernhard schaffen es auch und kommen mehr oder weniger schnell in die Luft. Alle sind mit einem ruhigen Gleitflug über die Gletscher entlang der Eigernordwand am Schreckhorn vorbei zum Wetterhorn belohnt worden. Nach einer guten halben Stunde Flug und um ein Erlebnis reicher, landen wir in Grindelwald. Eine kurzen Kaffepause und schon chauffiert uns Peter sicher nach Hause steht’s bemüht ja keinen Stau auf der Strasse auszulassen.
Ein wunderschöner Flugtag geht zu Ende, der höchstens noch durch ein wenig Thermik hätte getopt werden können. Peter, danke für die gute Idee und die Hartnäckigkeit sie in die Realität umzusetzen.