Clubberichte

2021

Jubiläumsreise Nordmazedonien

Die Jubiläumsreise des GSC Fly-In zum 30-jährigen Clubbestehen nach Krushevo, Nordmazedonien konnte endlich stattfinden! Wegen der Covid-Pandemie mussten wir das Vorhaben im Sommer 2020 stornieren und holten dies vom 29.08.21 - 05.09.21 nach. So reisten 12 Teilnehmer von Basel nach Skopje mit Wizzair und wurden von Adam am Flughafen in Empfang genommen und im 12 Plätzer Bus nach Krushevo zu Igors Medusa-Tempel chauffiert, wo wir unsere Zimmer beziehen konnten.

Von da an durften wir den Vollservice von Igor und seinem Team geniessen von feinem Frühstück, Lunchpaket, Flugbriefing, sehr schnellen Retrieves und feinen Nachtessen. Eine tolle Flugwoche mit gut 6 Tagen fliegen mit spannender Thermik und Flugabenteuern!

Die Highlights der Clubmitglieder untersteichen die tollen Erlebnisse der Jubiläumsreise!

Highlights von Rolf

Ein würdiger und gelungener Event zum 30-jährigen FLY-IN Jubiläum! Für mich war diese Flugreise ein einziges grosses Highlight! Ein grosses Dankeschön an den Vorstand, es hat alles super gut geklappt.

Ebenso ein grosses Dankeschön an Igor und sei Team. Igor wusste zuverlässig wie das Wetter und der Wind wird und gab uns gute Tipps fürs Fliegen und das Nachtessen. Adam, unser Fahrer fuhr uns ruhig und sicher ans Ziel. Kristina hatte immer den Überblick, wo sich wer befand und organisierte die Rückfahrt. Die gute Fee am Morgen servierte uns jeden Tag ein gutes Morgenessen. Ich freue mich auf einen weiteren solchen Anlass.

Highlights von Kurt

Der Versuch im Flachland die Thermik zu finden, führte zu ganz tollen Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Bei einem kühlen Bier erzählte mit der 70-jährige Toni von seinem früheren Leben als Kellner in Wien. Sein Sohn ist mit einer tollen Wienerin verheiratet und mit den 2 Enkelkinder hat er regelmässigen Kontakt via WhatsApp. Seine Tochter ist mit 37 Jahren noch ledig und lebt in Skopje, seine Frau ist leider vor 5 Jahren verstorben und den VW Golf hat er letzten Monat auch verkauft. Oder die beiden Brüder, welche bei der Fa. Weiss in Wien im Transportgewerbe tätig sind und nun mit ihren Familien die Ferien in der Heimat verbringen. Grosse Unterstützung beim Zusammenlegen des Schirms bekam ich in einer weiteren Begegnung von der Schuljugend.

Highlights von Andy

Ein Auf und Ab der Emotionen...nachdem mich einen Hammerschlauch mit 7.5 m/Sek. von 1’200m auf 2’200m gebracht hatte, sprudelte ich vor Freude. Anschliessend die Querung zum nächsten Hügel über das flache Gelände…easy mit dieser Höhe !!! …dann plötzlich 3m, 4m, 5m Sinken… und es hörte nicht auf. 6-7 Minuten später 150m Meter über Grund ..Shit alles verspielt ! Ich habe mir ein Landefeld ausgesucht und zur Endlandung angesetzt…plötzlich ging es mit feinstem Steigen hoch. …was jetzt.. noch nicht fertig ? Mit vollster Konzentration konnte ich die Thermik nutzen und 900m aufsteigen. Yess….nun kann das Abenteuer weiter gehen! Krusevo Ich komme wieder !

Highlights von Christoph
Schönes Wetter, täglich fliegen, mehrere low-safes, Landeplätze überall. Das hat mir zusammen mit der Schönheit der Umgebung und der sehr schmackhaften nordmazedonischen Küche am besten gefallen. Die Fliegerei selber empfand ich als etwas anstrengend. Oft ging’s hoch, juhui, und fast genauso oft gings wieder runter, ohjee, und runter ging’s oft schneller als vorher hoch. Ein bisschen anstrengend eben.

Highlights von Pascal
Nach einer Rumpelpartie über grünen Hügeln und einer gefühlten Ewigkeit mit -5m/s Sinken und 2000m an verlorener Höhe hab ich mich schon am Boden in der Hitze stehen sehen. Doch dann, mitten im Nirgendwo wo es nichts ausser Hitze und Felder gab, plötzlich der rettende Schlauch: Angenehm ruhig, grossräumig und bis ganz nach oben. Der Flug war gerettet und es reichte bis ins Ziel… das ist was Fliegen in Nordmazedonien ausmacht: Wenn man es nicht mehr erwartet kommt das Beste! :-)

Highlights von Rainer
Am Dienstag nach zwei verlängerten Abgleitern noch mal schnell für einen dritten Flug zum Startplatz hochfahren lassen. Es war relativ windstill mit gelegentlichem leichten Vorwind und Rückenwind. Also den Start ganz schnell vorbereitet, bevor es nur noch Rückenwind gibt. Als ich startbereit dastehe merke ich, dass ich in der Hektik vergessen hatte meine Handschuhe anzuziehen. Ach, was soll’s, für den dritten Abgleiter geht das auch so und es gibt gerade leichten Vorwind, also besser schnell raus!
Die Hügel direkt vor dem Startplatz tragen nur wenig, deshalb raus ins Tal Richtung Landeplatz geflogen, wo auch gerade schon ein paar Kollegen einlanden. Über dem kleinen Ort beim Landeplatz trägt es etwas und ich drehe ein, um auch diesen Abgleiter wieder etwas zu verlängern. Schaffe es, mich von 1000 m wieder auf 1500 m hochzuarbeiten. Also gut, dann doch noch ein kleiner Ausflug zur vorgelagerten Hügelkette. Der Westhang dort trägt am späten Nachmittag natürlich gut und ich komme sogar auf 1800 m hoch. Na gut, dann die Kette vielleicht sogar noch ein kleines Stückchen nach Norden weiterfliegen.
Mein „Abgleiter“ dauert jetzt schon knapp 1 Stunde, als es am nördlichen Ende der Hügelkette kontinuierlich von 1400 m auf 2000 m, auf 2300 m, auf 2700 m hochgeht. Das ist ja eigentlich sehr schön, bloß dass mir in dieser Höhe so ganz ohne Handschuhe die Finger langsam kalt werden. Aber deshalb diesen Flug jetzt abbrechen (wo es schon mal so schön nach oben geht) kommt auch nicht infrage.
Bei 2800 m Höhe stecke ich meine kalten Hände dann in meine Jackentaschen und versuche nur noch mit Gewichtsverlagerung meine Kreise in der Thermik zu drehen.
Das gelingt, weil die Thermik und das Steigen sehr sanft ist, auch wirklich gut. Mit 1-2 m/s geht es kontinuierlich weiter nach oben und ich schaue ungläubig auf meine Höhenanzeige: 2900m, 3000 m, 3200 m, 3400 m, 3675 m! Das glaubt mir nachher keiner: ich habe gerade ohne eine Hand an der Bremse nur mit Gewichtsverlagerung 800 Höhenmeter gemacht! Und immer noch gut von der Wolkenbasis entfernt.
Also gut, dann weiter nach Norden fliegen und den Bogen machen, den Igor uns heute Vormittag beim Briefing vorgeschlagen hat. Mein Skytraxx zeigt einmal kurz 3000 m über Grund an! Die Fernsicht und Aussicht von hier oben ist wirklich fantastisch. Auch an den Bergen weiter hinten dann ein paarmal mit Drehen durch Gewichtsverlagerung immer wieder bis auf 3400 m hochgekommen.
Trotzdem wird es jetzt dann auch langsam Zeit für den Rückweg. Fliege in fast gerader Linie über die Hochebene und die kleine Hügelkette zurück in Richtung Krusevo. Kurz vor Krusevo wird es am Fuß der großen Bergkette bei 2900 m etwas unruhig in der Luft und ich nehme meine Hände aus den Jackentaschen wieder hoch an die Bremsen, um aktiv fliegen zu können. Ich bin jetzt tatsächlich eine ganze Stunde ohne eine einzige Hand an der Bremse geflogen! Mit 2600 m geht es über Krusevo und dann noch über den Startplatz, um das Dreieck perfekt zu schließen.
Dann nochmals raus ins Tal und über die kleine Hügelkette, um schließlich doch noch nach 2:50 Std. meinen „längsten Abgleiter ever“ beim offiziellen Landeplatz zu beenden.